Zukunftsorientiert
Drei Aspekte
sichern der Therapiearbeit mit Tieren eine stetig wachsende Bedeutung:
Der Bedarf
an modernen Therapiemethoden
steigt stetig an. Ausschlaggebend für die Effizienz einer Therapie (und damit
letztlich auch für die Wettbewerbsfähigkeit und Wirtschaftlichkeit einer Praxis)
ist dabei der gezielte Einsatz wirksamer Therapiemethoden und ~hilfsmittel.
Hier beschreitet die Forschung immer neue Wege, und einer davon ist der Einsatz
von Tieren zu therapeutischen Zwecken. Auf diese sprechen die meisten Patienten
erwiesener Maßen sehr gut an, was dazu führt, dass diese Therapieform immer
mehr an Verbreitung gewinnt. Noch fehlt es dem Ganzen leider an Struktur
und Reglement. Hier möchten wir durch unsere Ausbildung einen Beitrag zur Verbesserung
der momentanen Gesamtsituation leisten und gleichzeitig die von uns ausgebildeten
Kynotherapeuten in ihrer späteren Praxis weiterhin fördern und unterstützen.
Des
weiteren
ist bei Patientengruppen, bei denen die Therapiearbeit mit Tieren besonders
effektiv eingesetzt werden kann, ein deutlicher zahlenmäßiger Anstieg zu beobachten
und auch weiterhin zu erwarten:
- An erster Stelle stehen hier die Kinder. Immer häufiger treten Probleme wie
• Entwicklungsverzögerungen
• Teilleistungs- und Lernstörungen
• Störung der Körper- oder
Umweltwahrnehmung
• Aufmerksamkeits- oder
Konzentrationsprobleme mit oder ohne Hyperaktivität
• Auffälligkeiten der
feinmotorischen Entwicklung
• Grobmotorische Defizite und
Koordinationsprobleme
• Probleme im Sozialverhalten
• verminderte Selbständigkeit
• körperliche oder geistige
Behinderung
auf. Hier ist es Aufgabe des Therapeuten, seine Arbeit so effektiv wie möglich
zu gestalten. Viele der hier zum Einsatz kommenden Therapiemethoden lassen
sich durch den gezielten Einsatz eines Hundes deutlich optimieren.
- Der
Anteil der Senioren
in unserer Gesellschaft sowie deren Lebenserwartung nehmen zu. Dadurch treten
natürlich auch die typischen Alterserkrankungen und ~degenerationen immer
häufiger auf. An erster Stelle sind hier die Demenz und der Verlust der
Funktion von Muskulatur und Gelenken zu beobachten. Diese Dysfunktionen beeinträchtigen
in hohem Maße die Selbständigkeit, was einen erhöhten Pflegebedarf zur Folge hat.
Dieser wiederum belastet in zunehmendem Maße die Kranken- und Pflegekassen.
Auch wenn zur Zeit die Kynotherapie (wie auch andere ähnlich gelagerte Therapieformen)
von den Kassen noch nicht anerkannt wird, haben bereits viele Träger von
Pflegeeinrichtungen deren präventive, palliative und kurative Wirkung bei den oben genannten
Symptomen erkannt und nutzen diese.
- Bei
der Betreuung von Menschen
mit geistigen und/oder körperlichen
Beeinträchtigungen geht der Trend eindeutig hin zu ganzheitlichen Therapieformen.
Das heißt, dass eine Therapie nicht nur eine spezielle Fähigkeit des Klienten
ansprechen, sondern ihn in seiner Gesamtheit fordern und fördern soll. Dabei
müssen derartige Therapieformen natürlich sehr individuell an den jeweiligen
Klienten anpassbar sein. Der Einsatz von Tieren zu therapeutischen Zwecken
ermöglicht diese Individualität in sehr hohem Maße. Deshalb tritt auch hier diese
Therapieform immer weiter in den Vordergrund.
- Ähnliches
gilt auch für Klienten im Wachkoma,
Krebspatienten, etc.
Ein Aspekt der Therapiearbeit mit Tieren, der auch die bereis genannten
Patientengruppen betrifft, hier aber von besonderer Bedeutung ist, ist die
Emotionalität. Tiere lösen beim Menschen erhebliche Emotionen aus. Die durch
diese Emotionen mobilisierbaren physischen und psychischen Kräfte sind (selbst
für uns noch) immer
wieder überraschend und begeisternd. Deshalb bringt der Einsatz von Tieren
bei der Therapie bei vielen Menschen eine erheblich höhere Motivation hervor,
wodurch sich der Therapieerfolg deutlich steigern lässt.
Und
schließlich
sind es die Fortschritte in der Forschung und die stark zunehmenden Praxiserfahrungen
im Bereich der Therapiearbeit mit Tieren, die dieser Therapieform einen immer
wichtigeren Platz in der Medizin und in der Pflege sichern. Beleg hierfür ist
die stark zunehmende Verbreitung. In sehr vielen Einrichtungen trifft man heute
bereits Tiere an, die auf unterschiedlichste Weise eingesetzt werden. Diese
Einrichtungen haben bereits erkannt, dass sich die dadurch anfallenden Kosten
in jedem Fall rentieren. Hier ist aber auch noch viel Arbeit zu leisten,
um nach den Trägern der betreffenden Einrichtungen hoffentlich bald auch die
Kranken- und Pflegekassen von der Effizienz und Ökonomie zu überzeugen. Wir
arbeiten daran...